Kooperation Elternhaus Schule

Konzept zur Gestaltung einer Bildungs- und Erziehungspartnerschaft an der Grundschule Eckental-Brand


A. Leitgedanken

„Zusammen wollen wir wachsen und zusammenwachsen.“(Leitspruch)

Ein Wachstumsprozess kann nur gelingen, wenn sowohl Vertrautheit als auch eine konstruktive Auseinandersetzung in geschütztem Rahmen gegeben ist.
Unter diesen Vorzeichenwollen wir uns mit den Eltern und den Kindern auf den gemeinsamen Weg durch die Grundschulzeit machen. Wir möchten immer wieder Stationen am Wegrand anbieten, an denen das „Miteinander wachsen“ ermöglicht werden kann.

 

B. Schulspezifische Gegebenheiten

Die Grundschule Eckental-Brand ist eine von vier Ortsteilschulen der Gemeinde Eckental. Eckental ist ländlich, aber verkehrsgünstig und mit einer guten Infrastruktur ausgestattet, zwischen den Städten Erlangen und Nürnberg gelegen und deshalb für junge Familien attraktiv.
Im Schuljahr 2019/20 besuchen 105 Kinder in 5 Klassen die Grundschule Brand. Das Personal besteht aus fünf Klassenleitungen, einer Mobilen Reserve, einer Lehramtsanwärterin, einer Verwaltungsangestellten und einem Hausmeister, sowie einem Schulhund.
Der Migrationsanteil an unserer Schule ist sehr gering. Die Klasse 1a steht in enger Kooperation mit zwei Förderzentren. So tragen wir den Gedanken der Inklusion in unsere Schulgemeinschaft hinein. Nachmittagsbetreuung teilen sich eine Mittagsbetreuung, unter der Trägerschaft des Fördervereins, und ein Hort, der an den Kindergarten angegliedert ist.
Der Förderverein unterstützt in der Klasse 3a die Arbeitsgemeinschaft „Fitte Birne“, die sich dem Thema „Lernen lernen“ widmet.

 

C. Ziele und Maßnahmen zur Umsetzung einer differenzierenden Elternarbeit

Qualitätsbereich Gemeinschaft

Ziele:

  • Wir pflegen von Anfang an eine sogenannte „Willkommenskultur“, um Vertrautheit zu schaffen.
  • Schulleitung, Lehrkräfte und Mitarbeiter haben jederzeit ein offenes Ohr für die Anliegen von Eltern und Kindern. Der persönliche Austausch beginnt schon weit vor Schuleintritt.

Maßnahmen:

  • Ein Elterninformationsabend vor der eigentlichen Einschulung soll Orientierung geben in der Phase vor der Schuleinschreibung. Auch das „Willkommensheft“, welches die Eltern an diesem Abend erhalten, unterstützt dabei. Der Elternbeiratsvorsitzende stellt sich als Ansprechpartnerzur Verfügung.
  • Der Tag der Schuleinschreibung soll für Schüler und Eltern einen ersten Eindruck des Wohlfühlens hinterlassen,
    • durch individuelle Beratung, auch während des Einschreibungsvorgangs
    • durch einen informativen Stationenbetrieb für die künftigen Erstklässler,
    • durch die Bewirtung der Eltern der bestehenden ersten Klassen im Hinblick auf einen Erfahrungsaustausch mit den Eltern der bestehenden ersten Klassen.
  • Gleich in der ersten Schulwoche findet ein informierender Elternabendstatt.
  • Grundsätzlich besteht das Angebot der Elternstammtische, um sich informell über schulische Ereignisse auszutauschen oder diese zu planen. Lehrkräfte (und Schulleitung) werden bei Bedarf dazu eingeladen.
  • Eltern und Kinder nutzen die Möglichkeiten, sich über ihr Wohlbefinden an der Schule zu äußern entweder im persönlichen Gespräch, per Mail oder über den „Daumen hoch, Daumen runter“-Briefkasten.

 

Qualitätsbereich Kommunikation

Ziele:

  • Lehrkräfte und Eltern kennen und akzeptieren einander.
  • Der Umgang ist von Offenheit und Vertrauen geprägt.
  • Die Eigenart und Individualität der Gesprächspartner schätzen wir und gehen darauf entsprechend ein (Einbeziehen von Dolmetschern, Mediatoren, Elternbegleiter).
  • Bei anstehenden Problemen suchen Lehrkräfte und Schulleitung möglichst umgehend das gemeinsame Gespräch

Maßnahmen:

  • Homepage, Elternabende, regelmäßige Elternrundschreiben der Schulleitung über geplante und stattgefundene Aktivitätenund Klassenelternbriefe dienen der Orientierung im Schuljahresablauf.
  • Die Eltern können auch außerhalb der Sprechzeiten mit ihren Anliegen an die Schulleitung und die Lehrkräfte herantreten. Damit beide Elternteile teilnehmen können, bieten wir flexible Sprechzeiten an. Auf Wunsch werden auch die Kinder miteinbezogen.
  • Über die Hausaufgaben-, bzw. Mitteilungshefte versuchen wir die Eltern auch über gelungenes Verhalten am Vormittag zu informieren, falls hier besonderer Bedarf besteht.


Qualitätsbereich Kooperation

Ziele:

  • Gestalten einer Erziehungspartnerschaft im Sinne einerZusammenarbeit auf Augenhöhe.
  • Die Eltern fühlen sich mit ihren Sorgen und Problemen bei den Lehrkräften verstanden.
  • Wir unterstützen und beraten unsere Eltern bei der Erziehung und Förderung derKinder, damit sie dem Erziehungs-und Bildungsauftrag gerecht werden können.
  • Wir zeigen Verständnis für die persönliche Situation unserer Familien und versuchen Hilfen aufzuzeigen im Hinblick auf außerschulische Institutionen oder therapeutische bzw. entlastende Maßnahmen.

Maßnahmen:

  • Bei den Elternsprechtagen sind unsere Schülerinnen und Schüler gern gesehen. Vor allem bei den Lernentwicklungsgesprächen der 1. bis 3. Jahrgangsstufen ist die Kooperationim Bezug auf die Zielvereinbarungen eine unabdingbare Voraussetzung.
  • Familiäre Hintergründe beziehen wir in die Planung unserer Fördermaßnahmen ein. Wir machen uns mit den Eltern Gedanken über die Persönlichkeits- und Leistungsentwicklung der Kinder.
  • Wir sehen Eltern stets als „Experten für ihr Kind“ an und ziehen auf Wunsch  Experten hinzu.
  • Wir nehmen die elterlichen Kompetenzen wahr und nutzen diese in Form eines „Elternschatzkästchens“:
    • Eltern als Experten im Unterricht (Freiwillige Feuerwehr, Beziehung zur FAU) und bei Projekten
    • Eltern als Unterstützer/-innen bei Schulfesten, Vorleseaktionen zu St.Nikolaus, bei Arbeitsgemeinschaften (Fußball), als Begleitungen bei Schulausflügenoder als helfende Hand bei der Verteilung des Inhaltes der EU-Obstkisten.
  • Pro Halbjahr finden mindestens zwei Gespräche über den Leistungs- und Entwicklungsstand der Kinder statt.
  • Die Zusammenarbeit der Schule mit dem Jugendamt, dem sonderpädagogischen Förderzentrum, den Kindergärten, Horten und weiterführenden Schulen ermöglicht eine passgenaue Beratung. Mindestens einmal pro Schuljahr findet mit jeder der genannten Institutionen ein Kooperationstreffen zum Zweck des Austausches und des Kennenlernens zu einer bestimmten Thematik statt.
  • Lerninhalte werden den Eltern von unseren Lehrkräften an den ersten Klassenelternabenden und bei Bedarf erklärt.


Qualitätsbereich Mitsprache

Ziele:

  • Eltern beteiligen sich aktiv am Schulleben, als Klassenelternsprecher oderim Elternbeirat.
  • Im Elternbeiratfordern wir die Teilnehmer/-innen auf, selbst Vorschläge für Projekte zu machen. Ihre Anliegen und Verbesserungsvorschläge sind willkommen.

Maßnahmen:

  • An den Elternbeirat können relevante Themen (Fragen zur Erziehung, Umgang mit digitalen Medien...) für einen Elternabend herangetragen werden.
  • 1-2 mal im Jahr kann ein Mitglied am „Klassenratsmeeting“ teilnehmen.
  • Der Gesamtelternbeirat der Eckentaler Schulen setzt sich für Belange auf kommunaler Ebene ein.

 

Erfolgsindikatoren aus den Qualitätsbereichen Gemeinschaft, Kommunikation, Kooperation und Mitsprache

  • Die Eltern wenden sich vertrauensvoll an die Schule, wenn Schwierigkeiten im Hinblick auf Schullaufbahn oder Erziehung auftreten und erkennen das pädagogische Personal der Schule als kompetente Ansprechpartner an.
  • Umgekehrt suchen auch Lehrer und Erzieher das Gespräch mit den Eltern.
  • Elterngespräche verlaufen angenehm und führen zu positiven Ergebnissen.
  • Die Sprechstunden der Lehrkräfte werden von den Eltern regelmäßig besucht.
  • Eltern tragen durch konstruktive Kritik und Eigeninitiative zu einer positiven Schulentwicklung bei. Es treten kaum Irritationen oder (versteckte) Konflikte auf.
  • Lehrer und Eltern nutzenden Briefkasten oder Mails zur gegenseitigen Information.
  • Eltern und Lehrkräfte setzen sich aktiv mit den Zielsetzungen der Lernentwicklungsgespräche auseinander.
  • Die Schülereltern besuchen möglichst regelmäßig schulische Veranstaltungen. Sie entschuldigen sich, falls sie nicht teilnehmen können.
  • Sie bringen eigene Ideen ein und tragen selbst zum Gelingen schulischer Veranstaltungen wie Projekttage oder Schulfeste bei. Der Elternbeirat fungiert hier als Gremium und Sprachrohr.
  • Sie teilen der Schule relevante Vorkommnisse wie Krankheit, Adressänderungen oder familiäre Veränderungen mit, die Einfluss auf die Entwicklung ihres Kindes haben könnten.
  • Eltern und Kinder nutzen die Möglichkeiten, sich über ihr Wohlbefinden an der Schule zu äußern entweder im persönlichen Gespräch, per Mail oder über den „Daumen hoch, Daumen runter“-Briefkasten.

 

D. Qualitätssicherung

Eine regelmäßige Evaluation der Schule im Abstand von vier bis fünf Jahren sichert auch die Qualität der Elternarbeit.

 

E. Beteiligung der Schulgemeinschaft

Im Hinblick auf das Thema Elternarbeit bzw. das entsprechende Konzept versuchen wir stets, die gesamte Schulgemeinschaft einzubinden: Besonders in den Konferenzen und Elternbeiratssitzungen werden Ideen, Anregungen oder Wünsche für die Schule gesammelt. Es erfolgt ein regelmäßiger Austausch der Beschlussfassungen.

 

 

 

 

 

© 2018 Grundschule Eckental-Brand .